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Geistiges Eigentum, Medien & IT

BGH zu Hilfsanträgen in der Berufungsinstanz

Dr. Anja Bartenbach, LL.M.

In der Entscheidung „Planungseinrichtung“ (BGH, Urt. v. 24.09.2024, X ZR 92/22) stellt der BGH die Frage klar, ob sich der Patentinhaber in der Berufungsinstanz mit einem erstinstanzlich gestellten Hilfsantrag erfolgreich verteidigen kann oder ob die Verspätungsvorschriften eingreifen.

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Ausweitung des Schutzes für geographische Herkunftsangaben auf handwerkliche und industriell hergestellte Produkte auf Unionsebene

Britta Iris Lissner, LL.M.

Aachener Printen, Frankfurter Grüne Soße oder Kölsch – allesamt eingetragene geografische Angaben, die dem Erzeuger bestimmte Schutzmechanismen an die Hand geben und damit auch zum Erhalt und dem wirtschaftlichen Wert der Bezeichnung beitragen. Zukünftig soll dieser Schutz auf Unionsebene nicht mehr nur Lebensmitteln und Getränken zugutekommen, sondern auch handwerklich und industriell hergestellten Erzeugnissen, deren Eigenschaften wesentlich mit ihrem Erzeugungsgebiet zusammenhängen, z. B. böhmisches Glas, Porzellan aus Limoges, Donegal-Tweed oder Schneidwaren aus Solingen.

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BAG zum datenschutzrechtlichen Schadensersatzanspruch bei Auskunftsverweigerung

Dr. Sascha Vander, LL.M.

Das BAG hat mit Urteil vom 20.06.2024 (Az. 8 AZR 124/23) entschieden, dass die Sorge vor einem Datenmissbrauch einen immateriellen Schaden i.S.v. Art. 82 Abs. 1 DS-GVO darstellen kann. Die bloße Äußerung entsprechender Befürchtungen reicht jedoch für die Darlegung eines Schadens nicht aus.

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OLG Hamburg – Hype um hohen Proteingehalt in Lebensmitteln

Lucie Ludwig, LL.B. (Köln-Paris1)

Das OLG Hamburg hat mit Beschluss vom 30.07.2024 die Werbeaussage „20g Proteingehalt pro 200g Becher“ auf einem „High-Protein“-Pudding außerhalb des Zutatenverzeichnisses als wettbewerbswidrig qualifiziert, da diese Angabe nicht isoliert von den übrigen Nährwertangaben aufgeführt werden dürfe (Az. 3 U 82/23).

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BGH – Kurze Verjährung gemäß § 11 UWG

Steffen Weinberg, LL.M.

Mit seiner Entscheidung „Verwarnung aus Kennzeichenrecht III“ vom 29.05.2024 – Az. I ZR 145/23 – hat der BGH entschieden, dass für Ansprüche aus § 823 Abs. 1 BGB wegen einer unberechtigten Schutzrechtsverwarnung die kurze Verjährungsfrist des § 11 UWG und nicht die regelmäßige Verjährungsfrist des § 195 BGB gilt, wenn – wie im Streitfall – das Verhalten des Verwarnenden zugleich einen wettbewerbsrechtlichen Anspruch begründet.

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BPatG zum Gegenstand der widerrechtlichen Entnahme

Dr. Anja Bartenbach, LL.M.

In dem Beschluss „Exzenterspannvorrichtung“ (v. 15.05.2024, 11 W (pat) 7/23) äußert sich das BPatG zum Gegenstand der widerrechtlichen Entnahme und lässt die Rechtsbeschwerde zum BGH zu.

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LG Hamburg – erste Entscheidung zu KI und Urheberrecht

Das LG Hamburg hat sich in einer viel beachteten Entscheidung vom 27.9.2024 (Az. 310 O 227/23) zu urheberrechtlichen Fragen im Kontext künstlicher Intelligenz positioniert. Die Entscheidung öffnet zwar die Tür für eine Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke zur Erstellung von KI-Trainingsdaten. Allerdings legt das LG Hamburg ein sehr weitgehendes Verständnis für möglich Rechtevorbehalte an, welche eine Nutzung von Werken für KI-Training ausschießen können.

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