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Bau & Immobilien

BauCode NRW – Was sich jetzt für die Praxis ändert

Christopher Küas / Ali Artik

Mit dem am 15. Juli 2026 vom Landtag beschlossenen „BauCode NRW“ wird die Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen umfassend novelliert. Die neue Landesbauordnung tritt bereits zum 1. September 2026 in Kraft und bringt zahlreiche Änderungen mit sich, die insbesondere für Revitalisierungen, Nutzungsänderungen, Aufstockungen und den Wohnungsneubau relevant sind. Was ändert sich konkret? Was die neuen Regelungen konkret bedeuten und welche Chancen sich daraus für […]

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Die strenge Akzessorietät der Bauhandwerkersicherungshypothek nach § 650e BGB

Ali Artik

Die Bauhandwerkersicherungshypothek nach § 650e BGB ist als Sicherungshypothek streng akzessorisch. Der Unternehmer hat die vom Besteller geleistete Sicherheit zurückzugeben, sobald der Sicherungsfall nicht mehr eintreten kann, insbesondere wenn die gesicherte Vergütungsforderung erloschen oder wegen Verjährung undurchsetzbar geworden ist. Besteht die gesicherte Forderung nicht mehr, ist das Grundbuch im Hinblick auf die Sicherungshypothek und die diese sichernde Vormerkung unrichtig. Erfolgt die Abtretung der gesicherten Forderung vor der Eintragung einer bereits bewilligten Vormerkung, kann die Vormerkung nicht in der Person des Zedenten entstehen; ihre Entstehung kommt nur in der Person des Zessionars in Betracht, der seinerseits gegenüber dem Grundbuchamt tätig werden muss. OLG München, Urteil vom 27.04.2026 – 17 U 2866/25, Revision zugelassen (Rechtskraft unbekannt).

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Auf unsicherem Grund: OLG Köln zu Bodengutachten, Bedenkenhinweisen und der Verantwortlichkeit von Bauleitern ohne Fachkunde

Mit Urteil vom 15.07.2026 (Az.: 11 U 47/24) hat das OLG Köln mehrere für die Baupraxis bedeutsame Grundsätze zur Haftung bei Aushub- und Unterfangungsarbeiten herausgearbeitet. Die Entscheidung betrifft die Verantwortung von Tiefbauunternehmen, die Anforderungen an wirksame Bedenkenhinweise sowie die persönliche Haftung bauleitend tätiger Personen. Darüber hinaus enthält das Urteil Aussagen zur Haftungsverteilung und zur Verjährung von Ausgleichsansprüchen zwischen mehreren Beteiligten.

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Vollständiger Honorarverlust bei Überschreitung der Baukostenobergrenze um mehr als 50 %

Viktoria Rother

Überschreitet der Architekt eine vereinbarte Baukostenobergrenze bei seiner Planung um mehr als 50 %, kann der Bauherr die Abschlagszahlung gemäß § 632a Abs. 1 Satz 2 BGB vollständig verweigern. Ist die Planung aufgrund der erhöhten Bausumme für den Bauherrn unbrauchbar und die Architektenleistung nicht teilbar, besteht auch kein anteiliger Vergütungsanspruch auf Grundlage der vereinbarten Baukostenobergrenze. So das OLG Celle mit Urteil vom 01.07.2026 – 14 U 59/25.

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Nachbarschutz bei festgesetzter offener Bauweise

Franziska Anneken

Das OVG Münster hat mit Beschluss vom 6. März 2026 (Az.: 10 B 69/26) klargestellt, dass die Festsetzung der offenen Bauweise im Bebauungsplan nachbarschützende Wirkung entfaltet und ein Abwehrrecht des Nachbarn gegen eine grenzständige Bebauung besteht, wenn kein Doppelhaus im Sinne der BauNVO gebildet wird.

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Restkaufpreisforderung des Bauträgers und Vorschussansprüche der Gemeinschaft

Ali Artik

Das OLG Stuttgart hat mit Urteil vom 28.04.2026 - 10 U 39/25 (nicht rechtskräftig) entschieden, dass ein Bauträger die restliche Vergütung auch dann verlangen kann, wenn das Gemeinschaftseigentum noch erhebliche Mängel aufweist und deshalb nicht abnahmereif ist, sofern die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer (im Folgenden der Einfachheit halber: „GdWE“) die Mängelrechte wirksam an sich gezogen und den Bauträger auf Zahlung eines Kostenvorschusses in Anspruch genommen hat. In derlei Konstellationen kann sich der einzelne Erwerber nach Auffassung des Senats nicht mehr auf die fehlende Abnahmereife des Gemeinschaftseigentums berufen. An die Stelle seines Mängelbeseitigungsanspruchs tritt vielmehr der von der GdWE geltend gemachte Kostenvorschussanspruch, den der Erwerber dem Vergütungsverlangen des Bauträgers im Wege eines Zurückbehaltungsrechts entgegenhalten kann. Die Restvergütung ist daher lediglich Zug um Zug gegen Zahlung des Kostenvorschusses an die GdWE geschuldet. Die Revision hat der Senat nicht zugelassen.

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Textform – Signalwirkung des BGH-Urteils zum Maklerrecht auch für die Gewerberaummiete!?

Paul M. Kiss

Der BGH entwickelt allgemeine Maßstäbe zur Textform und liefert damit zugleich eine Orientierung für die Gewerberaummiete, nachdem § 578 BGB seit dem 01.01.2025 für langfristige Gewerbemietverträge die Textform eingeführt hat. Die Kernaussagen: Die Textform verlangt im Gegensatz zur Schriftform kein einheitliches Vertragsdokument. Angebot und Annahme können auf getrennten dauerhaften Datenträgern erklärt werden; ein Vertrag kann […]

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Vereinbarung der Vergütung in Höhe von 25 % des Bruttopreises „im Falle der Kündigung“ gegenüber Privatkunden ist unwirksam

Viktoria Rother

Die Regelung der Vergütung des Unternehmers infolge von Kündigung in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen kann sowohl wegen fehlender Differenzierung zwischen freier und außerordentlicher Kündigung als auch wegen überhöhter Ansetzung der Pauschale unwirksam sein. So das OLG Karlsruhe mit Urteil vom 12.03.2026 - 19 U 168/ 24.

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