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Unangemessene Benachteiligung durch überhöhte Sicherheiten: Gesamtbetrachtung von Vertragsklauseln entscheidend!

Viktoria Rother

Bei der Beurteilung, ob Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) eine unangemessene Benachteiligung darstellen, ist stets eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen. Übersteigen die AGB in ihrer Gesamtwirkung die höchstrichterlich festgestellte Höchstgrenze, so benachteiligen sie die andere Vertragspartei unangemessen. So das Urteil des OLG Oldenburg vom 24.01.2025 - 14 U 59/24.

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Kein Anspruch auf Gehaltsabrechnung in Papierform

Friederike Schmidt

Arbeitgeber dürfen Lohnabrechnungen in digitaler Form bereitstellen und sind nicht verpflichtet, diese in Papierform zu übermitteln, sofern Arbeitnehmern ohne Online-Zugang ermöglicht wird, die Dokumente im Betrieb einzusehen und auszudrucken. Für die erforderliche Textform reicht es aus, dass die Entgeltabrechnung in elektronischer Form zur Verfügung gestellt wird, so entschied jetzt das Bundesarbeitsgericht (Urteil vom 28. Januar 2025 – 9 AZR 48/24).

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Sicherheitsvorkehrungen beim Versand von E-Mails mit angehängten Rechnungen im Geschäftsverkehr – Pflicht zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Das Schleswig-Holsteinische OLG hat mit Urteil vom 18.12.2024 (Az. 12 U 9/24) entschieden, dass eine reine Transportverschlüsselung beim Versand geschäftlicher E-Mails mit personenbezogenen Daten im Kontext eines Rechnungsversandes unzureichend ist. Erforderlich sei eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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Einführung eines Headset-Systems mit Möglichkeit des Mithörens ist mitbestimmungspflichtig

Stephan Hinseln

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat in einer aktuellen Entscheidung (v. 16.07.2024 – Az. 1 ABR 16/23) sein weites Verständnis zur Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG bestätigt. Danach ist die Einführung eines Headset-Systems, das es den Vorgesetzten ermöglicht, die Kommunikation unter Arbeitnehmern mitzuhören, mitbestimmungspflichtig nach § 87 I Nr. 6 BetrVG. Seine Einführung und Nutzung unterliegen auch dann der betrieblichen Mitbestimmung, wenn die Gespräche nicht aufgezeichnet oder gespeichert werden.

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CBH begleitet Van Mossel Automotive Group bei Erwerb der Nord-Ostsee Automobile SE & Co. KG

Andrea Heuser

CBH begleitet Van Mossel auch bei der zweiten großen Transaktion im deutschen Markt. In enger Zusammenarbeit mit der belgischen Kanzlei Four & Five hat CBH-Partnerin Andrea Heuser mit ihrem Team die Van Mossel Automotive Group erfolgreich bei dem Erwerb der Nord-Ostsee Automobile SE & Co. KG beraten und vertreten. Nach dem Erwerb der Hugo Pfohe GmbH im Jahr 2023 setzt Van Mossel seine Expansionsstrategie mit dieser zweiten großen Transaktion fort.

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Baustellenrisiko Architekt? Warum der Auftragnehmer den Bauherrn schützen muss!

Cristina Duplava

Ein Bauunternehmer wird nicht deshalb von der Pflicht entbunden, auf Mängel in der Bauplanung hinzuweisen, weil der für den Bauherrn tätige Architekt sowohl mit der Planung als auch mit der Bauaufsicht betraut ist. Im Gegenteil, wenn die Planung des Architekten mangelhaft ist, muss der Bauunternehmer den Bauherrn persönlich unverzüglich auf den Mangel hinweisen. So das Urteil des OLG Schleswig vom 20.12.2024 - 1 U 85/22.

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Das Risiko mit den Polizeikosten: Zusätzliche Gebührenerhebung für die bereits steuerfinanzierte staatliche Kernaufgabe der Polizei?

Dr. Martin Pagenkopf

Wer das Urteil des BVerfG zu den Polizeikosten bei krawallgefährdeten „Hochrisikospielen“ der 1. und 2. Fußballbundesliga im ersten Durchgang liest, gerät doch etwas ins Staunen. Was Juristen nicht alles am „grünen Tisch“ kreieren, aber wenig mit dem „grünen Rasen“ korrespondiert. Eine Bewertung des Urteils von RA Dr. Martin Pagenkopf, Richter am BVerwG a.D. (Bundesverfassungsgericht 14.01.2025 – 548/22).

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