12.06.2009

Anspruch auf rauchfreien Arbeitsplatz

Arbeitgeber können im Einzelfall verpflichtet sein, rauchfreie Arbeitsplätze einzurichten. Das kann insbesondere dann gelten, wenn (noch) ein Nichtraucherschutzgesetz gilt (BAG, Urt. v. 19.05.2009 - 9 AZR 241/08). mehr...

04.06.2009

Altersdifferenzierende Abfindungsregelungen in Sozialplänen sind zulässig

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass Sozialpläne eine nach Lebensalter und Betriebszugehörigkeit gestaffelte Abfindungsregelung vorsehen können. In einer solchen Regelung liegt kein Verstoß gegen § 10 AGG oder gegen europäisches Gemeinschaftsrecht (BAG v. 26.05.2009, 1 AZR 198/08). mehr...

28.05.2009

(Keine) Haftung bei verspäteter Erstellung eines Arbeitszeugnisses

Schadensersatzansprüche gegen den früheren Arbeitgeber wegen verspäteter Erstellung eines Zeugnisses setzen regelmäßig eine vorherige Mahnung voraus (LAG Kiel v. 1.4.2009, 1 Sa 370/08). mehr...

20.05.2009

Neues zum Urlaubsrecht Teil III: Kein Urlaubsgeld bei andauernder Arbeitsunfähigkeit

Die Änderung der Rechtsprechung zum Urlaubsrecht durch den EuGH und das BAG ist nicht grenzenlos. Bei bestehendem Arbeitsverhältnis besteht bei Langzeiterkrankungen kein Anspruch auf Urlaubsgeld oder Urlaubsabgeltung (BAG v. 19.05.2009 – 9 AZR 477/07). mehr...

18.05.2009

Keine einseitige Rücknahme der Kündigung

Ein Arbeitnehmer, der gegenüber dem Arbeitgeber eine fristlose Kündigung ausgesprochen hat, kann sich im Nachhinein nicht mehr auf die Unwirksamkeit dieser Kündigung berufen (BAG v. 12.03.2009 – 2 AZR 894/07). mehr...

07.05.2009

Beweisverwertungsverbot beim Mithören von Telefongesprächen

Die Zeugenaussage einer Person, die ein Telefonat ohne Wissen eines der Gesprächsteilnehmers mitgehört hat, ist als Beweismittel für den Inhalt des Telefonat vor Gericht nicht in jedem Fall ausgeschlossen (BAG, Urt. v. 23.04.2009 - Az. 6 AZR 189/08). mehr...

07.05.2009

Lohnwucher

Bei einem auffälligen Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung kann eine Nichtigkeit der Lohnabrede vorliegen - mit entsprechender Nachzahlungspflicht des Arbeitgebers. Dies liegt regelmäßig bei einem Unterschreiten des Tariflohns um mehr als 1/3 vor. mehr...

24.04.2009

Grenzen der Informationspflicht bei Personalratsanhörung

Mit Urteil vom 23.04.2009 (Az. 6 AZR 516/08) hat das Bundesarbeitsgericht einer „überflüssigen Förmelei" bei Personalratsanhörungen eine Absage erteilt. mehr...

21.04.2009

Fristlose Kündigung wegen fehlender Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Verletzt ein Arbeitnehmer wiederholt trotz Abmahnung seine Pflicht zur Anzeige der Arbeitsunfähigkeit, kann dies eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen – LAG Köln, Urteil vom 09.02.2009 (5 Sa 926/08). mehr...

07.04.2009

Verstoß gegen Rauchverbot ist ein Kündigungsgrund

Mit Urteil vom 01.08.2008 hat das Landesarbeitsgericht Köln (Az.: 4 Sa 590/08) entschieden, dass der mehrfache Verstoß gegen ein im Betrieb geltendes Rauchverbot eine ordentliche Kündigung rechtfertigen kann, wenn der Arbeitnehmer bereits mehrfach abgemahnt wurde. mehr...

07.04.2009

„Einfache Differenzierungsklauseln“ können zulässig sein

Sieht ein Tarifvertrag vor, dass eine bestimmte Leistung an die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft gebunden sein soll, kann in einer solchen „einfachen Differenzierungsklausel“ eine rechtswirksame Regelung liegen. mehr...

27.03.2009

Zur Zurechnung von Wissen im Rahmen des § 626 Abs. 2 BGB

Mit Urteil vom 23.10.2008, 2 AZR 388/07, hat das BAG seine Rechtsprechung, wessen Kenntnis von den kündigungsrelevanten Tatsachen im Rahmen des § 626 Abs. 2 BGB fristauslösend ist, bestätigt. mehr...

25.03.2009

Und weiter geht's: Neue Regeln bei der Urlaubsabgeltung - Teil II

In bislang kaum bekannter Geschwindigkeit setzen deutsche Gerichte die grundlegende Urlaubsentscheidung des EuGH vom 20.01.2009 um. Nunmehr liegt auch die erste Entscheidung des BAG vor (Urteil vom 24.03.2009, 9 AZR 983/07), die nicht nur dem EuGH folgt, sondern im Wesentlichen auch die Gewährung von Vertrauensschutz verneint. mehr...

13.03.2009

Abfindungen aus arbeitsgerichtlichem Vergleich können Anspruch auf Arbeitslosengeld II mindern

Mit Urteil vom 03.03.2009 hat das Bundessozialgericht (Az. B 4 AS 47/08 R) entschieden, dass eine aus einem arbeitsgerichtlichen Vergleich zu zahlende Abfindung, die zu einem Zeitpunkt ausgezahlt wird, in der der ehemalige Arbeitnehmer bereits Arbeitslosengeld II bezieht, leistungsmindernd als Einkommen i. S. d. § 11 Abs. 1 Satz 1 1. Halbsatz SGB II berücksichtigt werden kann. mehr...

13.03.2009

Gesetzentwurf zur angemessenen Vergütung von Vorständen

Die Bundesregierung hat am 11.03.2008 eine Formulierungshilfe für die Fraktionen der Regierungsparteien für ein „Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)“ beschlossen. mehr...

09.03.2009

Neue Regeln bei der Urlaubsabgeltung

Ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshofes krempelt die bisherige Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Übertragbarkeit und Abgeltung von Urlaubsansprüchen um. Arbeitgeber sollten insbesondere bei langzeiterkrankten Mitarbeitern mit Nachforderungen rechnen. mehr...

27.02.2009

Auch Kleinvieh macht Mist – Der 1,30 Euro-Fall „Emmely"

Das sog. Emmely-Urteil des LAG Berlin hat eine stürmische Berichterstattung in Presse und Fernsehen ausgelöst. Zu Unrecht, denn das Urteil bestätigt nur die ständige Rechtsprechung und die geltenden Grundsätze bei Verdachtskündigungen. mehr...

27.02.2009

Entlassungssperre und Kündigung

Die Entlassungssperre nach § 18 Abs. 1 KSchG hindert weder den Ausspruch einer Kündigung nach Anzeige der Massenentlassung bei der Agentur für Arbeit während des Laufs der Sperrfrist nach § 18 Abs. 1 oder Abs. 2 KSchG noch verlängert die Sperrfrist die gesetzlichen Kündigungsfristen. mehr...

13.02.2009

Gleichartige Pflichtverletzung erfordert grundsätzlich gleichartige Sanktion

Mit Urteil vom 10.09.2008 hat das LAG Hessen (Az.: 6 Sa 384/08) entschieden, dass eine gleichartige Pflichtverletzung grundsätzlich eine gleichartige arbeitsrechtliche Sanktion nach sich ziehen muss, es sei denn, der Arbeitgeber kann nachweisen, warum er im Einzelfall von der gewählten Sanktionsart abgewichen ist. mehr...

12.02.2009

Anpassung von Betriebsrenten bei einer Konzerntochter

Die Krise eines internationalen Konzerns kann sich in Einzelfällen auch nachteilig auf die Betriebsrenten der konzernabhängigen deutschen Tochtergesellschaft auswirken. Mit den Auswirkungen einer Krise bei anderen Konzernunternehmen für Anpassungsmöglichkeiten bei einer deutschen Gesellschaft hat sich das BAG mit Urteil vom 10.02.2009, 3 AZR 727/07, auseinandergesetzt . mehr...

30.01.2009

Flexi, die Zweite

Dauerthema flexible Arbeitszeit: Neue Regelungen für „Langzeitkonten“ seit dem 01.01.2009 mehr...

29.01.2009

Kürzer kann mehr sein: Keine überlange Bindung bei Rückzahlungsklauseln für Fortbildungskosten

Mit Urteil vom 14.01.2009, 3 AZR 900/07, hat das BAG seine Rechtsprechung zu den Grenzen der Rückforderungsmöglichkeit für den Arbeitgeber hinsichtlich Fortbildungskosten, die er für seine Arbeitnehmer übernommen hat, fortgeführt. mehr...

15.01.2009

Betriebsrat muss über Einhaltung der Frist des § 626 Abs. 2 BGB unterrichtet werden

Mit Beschluss vom 28.08.2008 (Az.: 20 TaBV 244/07) hat das LAG Hessen entschieden, dass der Betriebsrat seine Zustimmung zur außerordentlichen Kündigung eines Betriebsratsmitglieds verweigern kann, wenn der Arbeitgeber ihm nicht mitteilt, wann er Kenntnis von den Kündigungstatsachen erhalten hat und dem Betriebsrat so eine Stellungnahme zur Einhaltung der Kündigungserklärungsfrist des § 626 Abs. 2 BGB unmöglich gemacht wird. Ein auf Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrats gerichteter Antrag des Arbeitgebers ist bereits unzulässig. mehr...

15.01.2009

Lohnwucher bei „Praktikanten“-Vergütung

Nicht jeder als „Praktikant“ bezeichnete Beschäftigte ist auch ein solcher. Überwiegt im Vertragsverhältnis die Arbeitsleistung gegenüber dem Ausbildungszweck, so ist der Beschäftigte unabhängig von der Bezeichnung im Vertrag Arbeitnehmer und als solcher zu vergüten. (ArbG Kiel, Urt. v. 19.11.2008, Az.: 4 Ca 1187d/08) mehr...

16.12.2008

CBH erstreitet Grundsatzurteile - Grenzen des Widerspruchsrechts beim Betriebsübergang

CBH Rechtsanwälte haben in zwei Verfahren beim Bundesarbeitsgericht am 27.11.2008 (Az. 8 AZR 174/07 und 225/07) eine Einschränkung des Widerspruchsrechts von Arbeitnehmern nach einem Betriebsübergang erwirkt. Das BAG hat damit erstmals Grenzen festgelegt, wonach ein „Arbeitgeberhopping" nicht mehr uneingeschränkt möglich ist. mehr...

14.12.2008

Gleichbehandlungsgrundsatz bei unternehmensweiter Lohnerhöhung

Mit Urteil vom 03.12.2008 (Az.: 5 AZR 74/08) hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, dass der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz auch dann anzuwenden ist, wenn ein Arbeitgeber unternehmensweit Leistungen aufgrund einer generellen Regelung gewährt. Eine unterschiedliche Behandlung einzelner Betriebe ist nach Ansicht des BAG nur dann gerechtfertigt, wenn es hierfür sachliche Gründe gibt. mehr...

12.12.2008

Geringere Sozialplanabfindung bei vorgezogener Altersrente rechtmäßig

Die Betriebsparteien können in Sozialplänen vorsehen, dass Mitarbeiter, die Anspruch auf vorgezogene Altersrente haben, eine geringere Abfindung erhalten. Das gilt auch, wenn der vorzeitige Rentenbezug mit Abschlägen verbunden ist. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 11.11.2008 (Az.: 1 AZR 475/07) entschieden. mehr...

28.11.2008

Kein allgemeiner Schutz befristet Beschäftigter über § 99 BetrVG

Der Betriebsrat hat kein allgemeines Zustimmungsverweigerungsrecht gemäß § 99 BetrVG mit dem Hinweis darauf, dass durch eine Versetzung befristet beschäftigten Arbeitnehmern die Möglichkeit einer Verlängerung der Befristung genommen wird (LAG Hamm, Beschluss vom 26.09.2008, 10 TaBV 127/07). mehr...

14.11.2008

Sachverhaltsaufklärung vor Ausspruch einer Verdachtskündigung

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Hessen hat mit Urteil vom 17.06.2008 (Az.: 4/12 Sa 523/07) entschieden, dass es dem Arbeitgeber im Rahmen seiner Pflicht zur Sachverhaltsaufklärung obliegt, vor Ausspruch einer Verdachtskündigung die Personen zu befragen, die an dem Vorfall beteiligt waren oder Kenntnis über ihn haben, wenn nach der Anhörung eines Arbeitnehmers im Zusammenhang mit einer beabsichtigten Verdachtskündigung Zweifel am Tathergang verbleiben. mehr...

14.11.2008

Trunkenheitsfahrt eines Lkw-Fahrers kann fristlose Kündigung rechtfertigen

Mit Urteil vom 19.03.2008 (Az.: 7 Sa 1369/07) hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Köln entschieden, dass der - mindestens grob fahrlässige - Verstoß eines Berufskraftfahrers gegen das absolute Alkoholverbot bei Gefahrguttransporten auch ohne eine vorangegangene Abmahnung geeignet ist, eine außerordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses zu rechtfertigen. mehr...

31.10.2008

Abfindung bei Auflösungsverschulden

Die in den §§ 9,10, 13 KSchG enthaltene gesetzliche Wertung rechtfertigt es, den Verlust des Bestandschutzes als Schadensposition im Rahmen des § 628 Abs. 2 BGB anzuerkennen. mehr...

31.10.2008

Freistellungsabreden nun wieder unkompliziert?

Zwei neue Urteile des Bundessozialgerichts vom 24.09.2008 (Az. B 12 KR 22/07 R und B 12 KR 27/07 R) stellen die gerade erst seit drei Jahren neu beschlossene Verwaltungspraxis der Sozialversicherungsträger in Frage und könnten bei Freistellungsabreden zu einer einfacheren Praxis führen. mehr...

23.10.2008

Anspruch auf Bonuszahlung bei eigener Kündigung?

Ein Mitarbeiter hat keinen Anspruch auf eine Bonuszahlung, wenn er von sich aus gekündigt hat und die Zahlung als eine Art Belohnung für die Betriebstreue zu werten ist. Dies hat das LAG Rheinland-Pfalz in einem jüngst veröffentlichten Urteil vom 24.04.2008 entschieden (LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24.04.2008, 11 Sa 87/08). mehr...

23.10.2008

Exmatrikulation einer studentischen Hilfskraft rechtfertigt Kündigung

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 18.09.2008 (Az.: 2 AZR 976/06) entschieden, dass die Beschäftigung eines Studenten als „studentische Hilfskraft“ an einer Forschungseinrichtung in der Regel voraussetzt, dass dieser einem Studium nachgeht. Entfällt diese Voraussetzung, etwa durch Exmatrikulation, ist eine Kündigung aus personenbedingten Gründen regelmäßig gerechtfertigt. mehr...

09.10.2008

„Flash-Mob“-Aktionen im Arbeitskampf

Das LAG Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass eine Gewerkschaft zu sog. „Flash-Mob“-Aktionen aufrufen darf (Urteil vom 29.09.2008, 5 Sa 967/07). mehr...

06.10.2008

Kölner Gesprächskreis zum Arbeitsrecht am 21.10.2008

Die Practice-Group Arbeitsrecht von CBH Rechtsanwälte informiert Mandanten und Interessenten regelmäßig über für die Praxis bedeutsame Entwicklungen im gesamten Bereich des Arbeitsrechts. mehr...

19.09.2008

Wirksame Verlängerung unwirksam befristeter Arbeitsverträge

Ein zunächst unwirksam befristeter Arbeitsvertrag kann dennoch wirksam verlängert werden, wenn der Arbeitnehmer nicht rechtzeitig gegen die erste, unwirksame Befristung vorgeht (LAG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 10.07.2008, 14 Sa 604/08). mehr...

18.09.2008

Vorsicht bei Neubesetzung vor Kündigungen

Eine Berufung des Arbeitgebers auf die fehlende Weiterbeschäftigungsmöglichkeit im Unternehmen kann ausscheiden, wenn in dem Zeitpunkt, in dem die Kündigung absehbar war, eine vorhandene freie Stelle neu besetzt wurde (LAG Köln, Urt. v. 13.06.2007, 7 Sa 1299/06). mehr...

04.09.2008

Kein Annahmeverzugslohn bei Dauererkrankung

Nach Ablauf des Zeitraums für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall besteht grundsätzlich auch kein Anspruch auf Annahmeverzugslohn (BAG, Urt. v. 27.08.2008, 5 AZR 16/08). mehr...

04.09.2008

Rechtsschutzmöglichkeiten gegen "aufgedrängte" Versäumnisurteile

Unser Partner Dr. Jörg Laber befasst sich in der August-Ausgabe des Arbeits-Rechts-Beraters (2008, 253 ff.) mit der Thematik des „aufgedrängten" Anerkenntnisurteils im Kündigungsschutzverfahren vor dem Arbeitsgericht. mehr...

01.09.2008

09./10. September: Treffen Sie CBH auf der Zukunft Personal 2008

Am 09. und 10. September 2008 findet in Köln die Personalmesse "Zukunft Personal 2008" statt. Auf Europas größter Fachmesse für Personalwesen steht Ihnen das Arbeitsrechtsteam von CBH in allen Personalfragen zur Verfügung. mehr...

25.08.2008

BAG: Sonderzahlung – Zweiter Teil

Der Arbeitgeber ist auch bei einer verschlechterten wirtschaftlichen Lage nicht berechtigt, die mit einem außertariflichen Angestellten arbeitsvertraglich vereinbarte Jahressonderzahlung einseitig zu verringern oder zu streichen. mehr...

20.08.2008

BAG: Sonderzahlung – Erster Teil

Mit Urteil vom 30.07.2008 (Az. 10 AZR 606/07) hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, dass freiwillige Sonderzahlungen nicht zugleich unter dem Vorbehalt der Freiwilligkeit und der jederzeitigen Widerrufbarkeit versprochen werden dürfen. mehr...

08.08.2008

Kein Schadensersatzanspruch bei Selbstmord eines Arbeitnehmers

Ein Arbeitgeber, der eine rechtsunwirksame Kündigung im Laufe eines Kündigungsschutzprozesses zurückgenommen und dann dem Arbeitnehmer unter Verstoß gegen das Direktionsrecht neue Tätigkeiten zugewiesen hat, hat einen daraufhin vom Arbeitnehmer verübten Selbstmord nicht adäquat kausal verursacht. Dies gilt nicht, wenn objektiv erkennbare Anhaltspunkte für eine Suizidgefährdung des Arbeitnehmers vorgelegen haben. mehr...

04.08.2008

Kein Anspruch des Betriebsrats auf einstweilige Verfügung zur Freistellung für Fortbildung

Eine Freistellung für die Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung, deren Erforderlichkeit zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat umstritten ist, kann vom Betriebsrat regelmäßig nicht im Wege der einstweiligen Verfügung verlangt werden (LAG Hamm, Beschluss vom 21.05.2008 - 10 TaBVGa 7/08). mehr...

25.07.2008

Gemeinschaftsrecht schützt Arbeitnehmer vor Diskriminierung wegen Behinderung seines Kindes

Das in der Richtlinie über die Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf (2000/78/EG) enthaltene Diskriminierungsverbot ist nicht auf Personen mit einer Behinderung beschränkt. mehr...

25.07.2008

Mitbestimmung des Betriebsrates bei Ethik-Richtlinien

Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht, wenn der Arbeitgeber ein Ethik-Richtlinie („Code of conduct“) erlässt, die Regelungen zum Verhalten der Beschäftigten und zur betrieblichen Ordnung enthält. Das Mitbestimmungsrecht ist aber auf die einzelnen mitbestimmungspflichtigen Bestimmungen beschränkt und erstreckt sich nicht notwendigerweise auf das gesamte Regelwerk (BAG, Beschluss vom 22.07.2008 – 1 ABR 40/07). mehr...

11.07.2008

Arbeitnehmer muss Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes beweisen

Kann der Arbeitnehmer in Zweifelsfällen nicht darlegen und beweisen, dass das Unternehmen kein Kleinbetrieb im Sinne des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG) ist, geht das zu seinen Lasten. In diesen Fällen findet das KSchG keine Anwendung. Dies hat das Bundesarbeitsgericht unter Fortführung seiner bisherigen Rechtsprechung noch einmal ausdrücklich mit Urteil vom 26.06.2008 (Az. 2 AZR 264/07) entschieden. mehr...

11.07.2008

Änderungskündigung wegen Wegfalls des Arbeitsplatzes ist auf das unbedingt erforderliche Maß zu beschränken

Mit Urteil vom 26.06.2008 (Az.: 2 AZR 147/07) hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, dass eine Änderungskündigung wegen Wegfalls des bisherigen Arbeitsplatzes unwirksam ist, wenn der Arbeitgeber die notwendigen Anpassungen des Arbeitsvertrages nicht auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt, sondern darüber hinausgehende Änderungen vornimmt, die für die angebotene neue Stelle nicht notwendig sind. mehr...

23.06.2008

Wirksamkeit tariflicher Altersgrenzen

Das BAG hat mit Urteil vom 18. Juni 2008, Az. 7 AZR 116/07, die Wirksamkeit eines tariflichen Altersgrenze und damit auch seine bisherige Rechtsprechung zur Altersbefristung bestätigt. mehr...

15.06.2008

Kein Unfallversicherungsschutz bei betrieblicher Laufveranstaltung

Die Teilnahme an einem vom Arbeitgeber veranstalteten „Firmenlauf“ oder einer daran anschließenden Feier fällt grundsätzlich nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. mehr...

13.06.2008

Auweia - Das Pflegezeitgesetz kommt!

Der Bundestag hat am 14.03.2008 mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz u.a. in Artikel 3 das Gesetz über die Pflegezeit (Pflegezeitgesetz – PflegeZG) verabschiedet. Der Bundesrat hat sich am 25.04.2008 abschließend damit beschäftigt. Das Gesetz soll am 01.07.2008 in Kraft treten. mehr...

30.05.2008

Doppelte Schriftformklauseln sind unwirksam

Mit Urteil vom 20.05.2008 (Az.: 9 AZR 382/07) hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) sog. doppelte Schriftformklauseln, die Änderungen und Ergänzungen des Arbeitsvertrages ebenso wie den Verzicht auf das Schriftformerfordernis nur dann für wirksam erklären, wenn dies ebenfalls unter Einhaltung der Schriftform geschieht, für unwirksam erklärt. Nach Ansicht des BAG verstoßen derartige Klauseln gegen § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB i.V.m. § 305b BGB, da sie den Eindruck erwecken, dass mündliche individuelle Vertragsabreden wegen Nichteinhaltung der Schriftform gemäß § 125 Satz 2 BGB unwirksam sind. mehr...

30.05.2008

Falscheintragung von Arbeitszeiten kann außerordentliche Kündigung rechtfertigen

Einem Arbeitnehmer kann außerordentlich fristlos gekündigt werden, wenn er bei der Erfassung seiner Arbeitszeit wiederholt falsche Angaben macht. In einem solchen Fall ist dem Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung wegen des Vertrauensbruches regelmäßig unzumutbar. Das geht aus einem Urteil des LAG Rheinland-Pfalz vom 29.11.2007 hervor. mehr...

30.05.2008

Neue Rechtsprechung zur Urlaubsabgeltung nach Elternzeit

Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 20.05.2008, 9 AZR 219/07, seine bisherige Rechtsprechung zum Verfall von Urlaubsansprüchen nach einer Elternzeit geändert. mehr...

16.05.2008

Flexibilität und Zielvereinbarungen

Unsere Kollegen Dr. Jörg Laber und Dr. Oliver Reinartz widmen sich im aktuellen Heft der Zeitschrift „Der Arbeitsrechtsberater“ (ArbRB 2008, 125 - 129) der Problematik von formulierten Arbeitsvertragsbedingungen im Zusammenhang mit Zielvereinbarungen. Hierzu setzen sie sich mit drei Entscheidungen des Bundesarbeitsgerichts (BAG) aus dem Jahre 2007 auseinander, in denen sich das BAG zur Zulässigkeit verschiedener Klauseltypen im Zusammenhang mit der Gewährung einer Zielvergütung geäußert hat. mehr...

30.04.2008

Benachteiligung bei Beförderung wegen Schwangerschaft

Das Bundesarbeitsgericht hat mit Urteil vom 24. April 2008 entschieden (Az.: 8 AZR 257/07), dass Frauen bei der Beförderung wegen einer Schwangerschaft nicht übergangen werden dürfen. mehr...

30.04.2008

Eine Probezeitbefristung innerhalb eines befristeten Arbeitsvertrages kann unwirksam sein

Mit Urteil vom 16.04.2008 hat das BAG entschieden, dass eine drucktechnisch nicht hervorgehobene Probezeitbefristung unwirksam sein kann, wenn diese Klausel in einem Formulararbeitsvertrag neben einer technisch hervorgehobenen Befristung für ein Jahr steht. Die Probezeitbefristung ist dann eine überraschende Klausel und wird nach § 305c Abs. 1 BGB nicht Vertragsbestandteil. mehr...

18.04.2008

Erwerbstätigkeit während einer Krankschreibung rechtfertigt eine fristlose Kündigung

Mit Urteil vom 03.04.2008, Az.: 2 AZR 965/06, hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, dass eine außerordentliche Kündigung gerechtfertigt sein kann, wenn ein Arbeitnehmer, während er krankgeschrieben ist, einer anderweitigen Erwerbstätigkeit nachgeht. Diese anderweitige Tätigkeit kann ein Hinweis darauf sein, dass der Arbeitnehmer die Krankheit nur vorgespielt hat. Die außerordentliche Kündigung kann auch deshalb bei einer anderweitigen Erwerbstätigkeit während der Krankschreibung gerechtfertigt sein, weil der Arbeitnehmer pflichtwidrig die Heilung der Krankheit verzögert. mehr...

18.04.2008

Vergabe öffentlicher Aufträge darf nicht an die Zahlung ortsüblicher Tariflöhne gekoppelt werden

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 03.04.2008 (Az.: C-346/06) darf die Vergabe öffentlicher Aufträge nicht an die Zahlung ortsüblicher Tariflöhne geknüpft werden. Eine solche sog. Tariftreue-Regelung verstößt gegen europäisches Recht. Nach der EG-Richtlinie über die Entsendung von Arbeitnehmern dürfen Unternehmen lediglich zur Einhaltung von allgemeinverbindlichen Tarifverträgen verpflichtet werden. Eine darüber hinausgehende Verpflichtung zur Einhaltung von Tarifverträgen, die nicht allgemeinverbindlich gelten, ist hingegen nicht europarechtskonform. mehr...

04.04.2008

Unwirksame Befristung durch „Scheinarbeitsvertrag“

Die Rechtsprechung zu § 14 TzBfG sorgt für erhebliche (formelle) Anforderungen, welche der Arbeitgeber zu beachten hat, will er eine Formunwirksamkeit und damit ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vermeiden. Dabei kann auch der Inhalt des Vertrages selbst zu berücksichtigen sein. mehr...

04.04.2008

Vorsicht bei der Bezeichnung von Nicht-Arbeitnehmern

Ein Beschluss des LAG Nürnberg vom 21.12.2007 (Az. 7 Ta 208/07) verdeutlicht, dass Arbeitgeber bei der Bezeichnung von "Mitarbeitern" Vorsicht walten lassen sollten, und zwar ggf. auch dann, wenn eine solche Erklärung gegenüber Dritten abgegeben wird. mehr...

19.03.2008

Keine Benachteiligung wegen der Religion durch kirchliche Arbeitgeber bei der Einstellung

Mit Urteil vom 04.12.2007 hat das ArbG Hamburg einen kirchlichen Arbeitgeber zur Zahlung einer Entschädigung gemäß § 15 Abs. 2 AGG verurteilt, da er eine Bewerberin im Einstellungsverfahren wegen ihrer Religion benachteiligt hatte. mehr...

07.03.2008

Wirksamkeit einer kurzfristigen Beendigung der Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband („Blitzaustritt“)

Mit Urteil vom 20.02.2008, Az.: 4 AZR 64/07, hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, dass ein Arbeitgeber per vertraglicher Abrede auch kurzfristig aus dem Arbeitgeberverband austreten kann, um so dem Inkrafttreten eines Tarifvertrages zuvor zu kommen. Ein solcher Austritt verstößt nicht von vorneherein gegen höherrangiges Recht. mehr...

07.03.2008

Zur Frage des Betriebsübergangs und Widerspruchsrecht des Arbeitnehmers bei Erlöschen des bisherigen Arbeitgebers nach Gesellschaftsrecht

Erlischt der bisherige Betriebsinhaber und tritt der neue Arbeitgeber durch gesellschaftsrechtliche Gesamtrechtsnachfolge in die Arbeitsverhältnisse ein, so steht den Arbeitnehmern kein Widerspruchsrecht nach § 613a Abs. 6 BGB zu, da das Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen erloschenen Arbeitgeber nicht fortgesetzt werden kann. Dies hat das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 21.02.2008, Az.: 8 AZR 157/07, entschieden. mehr...

21.02.2008

Zur Verlängerung sachgrundlos befristeter Arbeitsverträge nach § 14 Abs. 2 TzBfG

Mit Urteil vom 20.02.2008, Az. 7 AZR 786/06, hat das Bundesarbeitsgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen einer zulässigen Verlängerung eines befristeten Arbeitsvertrags gemäß § 14 Abs. 2 TzBfG und dem (als Befristung dann unwirksamen) Neuabschluss eines Arbeitsvertrags fortgeführt. mehr...

21.02.2008

Zur Wirksamkeit von Probezeitvereinbarungen

Mit Urteil vom 24.01.2008, Az. 6 AZR 519/07, hat das Bundesarbeitsgericht die Vereinbarung einer Probezeit von bis zu sechs Monaten für vereinbar mit den Vorschriften über allgemeine Geschäftsbedingungen gehalten. mehr...

08.02.2008

Urlaubsanspruch während der Arbeitsunfähigkeit?

Am 24. Januar 2008 wurden die Schlussanträge der Generalanwältin Verica Trstenjak zu den Vorlageverfahren C–350/06 und C–520/06 veröffentlicht. mehr...

31.01.2008

Vorsorgliche Freistellung unter Urlaubsanrechnung

Besteht Streit über die Wirksamkeit einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses, kann der Arbeitgeber auch vorsorglich Urlaub gewähren für den Fall, dass die erklärte Kündigung das Arbeitsverhältnis nicht wirksam beendet (BAG, Urteil vom 14.08.2007, Az.: 9 AZR 934/06). mehr...

25.01.2008

Arbeitsrecht gilt auch an Karneval

Während der „tollen Tage“ herrscht zwar oft der „Ausnahmezustand“, aber nicht automatisch eine (arbeits)rechtsfreie Zeit. Das Recht oder die Pflicht, zur Arbeit zu erscheinen, bestimmt sich auch im Karneval nach den allgemeinen Regeln des Arbeitsrechts. mehr...

22.01.2008

Auswirkungen eines Betriebsübergangs auf die Erteilung eines Arbeitszeugnisses

§ 109 Abs. 1 Satz 3 GewO räumt dem Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein qualifiziertes Arbeitszeugnis ein. Die Verpflichtung zu dessen Erteilung trifft auch den Betriebserwerber, der gem. § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB in die Rechte und Pflichten des im Zeitpunkt des Übergangs bestehenden und darüber hinaus fortdauernden Arbeitsverhältnisses eintritt. mehr...

22.01.2008

Bonuszahlung bei unterlassener Zielvereinbarung

Hat ein Arbeitnehmer nach dem Arbeitsvertrag einen Anspruch auf eine Bonuszahlung, wenn er die für jedes Geschäftsjahr gesondert festzulegenden Ziele erreicht, kann er vom Arbeitgeber Schadensersatz verlangen, wenn eine solche Zielvereinbarung aus Gründen, die der Arbeitgeber zu vertreten hat, nicht getroffen wird. Dies hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 12.12.2007 (Az.: 10 AZR 97/07) entschieden. mehr...

03.01.2008

Der Firmentarifvertrag als Flexibilisierungsinstrument

In seiner aktuell im Peter Lang Verlag erschienenen Dissertation stellt unser Kollege Dr. Oliver Reinartz die rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen für die Flexibilisierung von Arbeitsbedingungen durch Firmentarifverträge dar. mehr...

03.01.2008

Verzicht auf das Kündigungsrecht durch Ausspruch einer Abmahnung

Wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer wegen einer Pflichtverletzung abmahnt, verzichtet er damit zugleich auf das Recht zur Kündigung wegen der abgemahnten Pflichtwidrigkeit. Dies gilt selbst dann, wenn eine Abmahnung innerhalb der Wartezeit des § 1 Abs. 1 KSchG erklärt wird. (BAG, Urt. v. 13.12.2007, Az. 6 AZR 145/07) mehr...

02.01.2008

Gerichtliches Vorgehen hindert Entstehen eines Abfindungsanspruchs nach § 1a KSchG

Nach § 1a KSchG hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Zahlung einer Abfindung, wenn der Arbeitgeber betriebsbedingt kündigt und der Arbeitnehmer gegen die Kündigung nicht innerhalb der dreiwöchigen Klagefrist klagt. Sobald eine Kündigungsschutzklage eingereicht ist, kann der Abfindungsanspruch nach § 1a KSchG nicht mehr entstehen, selbst wenn die Klage später zurückgenommen wird. (BAG, Urt. v. 13.12.2007, - 2 AZR 971/06) mehr...

02.01.2008

Höhe des Abfindungsanspruchs nach § 1a KSchG

Unter den in § 1a Abs. 1 KSchG geregelten Voraussetzungen hat ein Arbeitnehmer nach einer betriebsbedingten Kündigung einen Abfindungsanspruch. Die Höhe der Abfindung wird durch § 1a Abs. 2 KSchG vorgegeben. Abweichende Vereinbarungen bedürfen einer klaren und ausdrücklichen Regelung. (BAG, Urt. v. 13.12.2007, 2 AZR 807/06) mehr...

21.12.2007

AGG gilt auch in der betrieblichen Altersversorgung

Wie das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 11.12.2007 entschieden hat, gilt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) auch in der betrieblichen Altersversorgung. Die Regelung des § 2 Abs. 2 Satz 2 AGG, wonach für die betriebliche Altersversorgung das Betriebsrentengesetz „gilt“, steht dem nicht entgegen. Es handelt sich dabei lediglich um eine Kollisionsregel zwischen beiden Gesetzen: Soweit sich aus den Bestimmungen des Betriebsrentengesetz Anknüpfungen an die vom AGG erfassten Merkmale, z.B. Alter ergeben, soll es dabei verbleiben. mehr...

19.12.2007

Neue Spielregeln bei der arbeitsvertraglichen Inbezugnahme von Tarifverträgen

Unser Kollege Dr. Klaus Olbertz widmet sich im aktuellen Heft des Betriebs-Berater (BB 2007, 2737 ff.) der jüngsten Rechtsprechungsänderung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zur Auslegung von arbeitsvertraglichen Bezugnahmeklauseln. mehr...

13.12.2007

Beschränkung der Widerspruchsmöglichkeit beim Betriebsübergang

Gemäß § 613a Abs. 6 BGB kann der Arbeitnehmer bei einem Betriebsübergang dem Übergang seines Arbeitsverhältnisses widersprechen. Diese Widerspruchsmöglichkeit besteht aber richtiger Ansicht nach allenfalls so lang, wie noch ein Arbeitsverhältnis zum Erwerber besteht (LAG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 20.07.2007, 6 Sa 680/07). mehr...

07.12.2007

Europarechtswidrigkeit des § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB?

Gemäß § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB sollen bei der Berechnung der Beschäftigungsdauer zur Feststellung der gesetzlichen Kündigungsfrist die Zeiten, welche vor der Vollendung des 25. Lebensjahres eines Arbeitnehmers liegen, nicht berücksichtigt werden. Inzwischen geht auch die Rechtsprechung zunehmend davon aus, dass diese Vorschrift nicht europarechtskonform ist. mehr...

07.12.2007

Transparenzgebot und Stichtagsklausel bei Bonuszahlungen

Arbeitsverträge geben dem Arbeitnehmer oftmals die Möglichkeit, abhängig von bestimmten Voraussetzungen, zu denen sowohl das Geschäftsergebnis des Arbeitgebers wie auch die individuelle Leistung des Arbeitnehmers zählen, einen Bonusanspruch zu erwerben. mehr...

07.12.2007

Versenden von Privatpost kann außerordentliche Kündigung rechtfertigen

Gibt ein Arbeitnehmer, ohne dass dies ihm gestattet worden wäre, wiederholt Privatpost in den betrieblichen Postlauf, um diese durch die Frankiermaschine seines Arbeitgebers frankieren zu lassen, verletzt er in erheblichem Maße arbeitsvertragliche Pflichten, so dass eine außerordentliche Kündigung des Arbeitgebers berechtigt sein kann. Dies gilt auch dann, wenn der durch die Pflichtverletzung verursachte Schaden relativ gering (hier: weniger als 5,00 €) ist. Dies hat das Landesarbeitsgericht Hessen (LAG Hessen) mit Urteil vom 14.05.2007 klargestellt. mehr...

21.11.2007

Verspätete Geltendmachung von Unwirksamkeitsgründen bei Kündigungen

Gemäß § 4 KSchG muss ein Arbeitnehmer innerhalb von drei Wochen nach Zugang der Kündigung eine Kündigungsschutzklage erheben, will er die Unwirksamkeit der Kündigung geltend machen. § 6 KSchG ermöglicht es dem Arbeitnehmer, weitere Unwirksamkeitsgründe auch noch später während der 1. Instanz vorzutragen. Auch ein tarifvertraglicher Sonderkündigungsschutz muss vom Arbeitnehmer ausdrücklich geltend gemacht werden. mehr...

20.11.2007

Klage auf zukünftige Vergütung

Dr. Jörg Laber und Dr. Markus J. Goetzmann, LL.M. erörtern in einem Beitrag im ArbRB 2007, 309 ff. die Möglichkeiten einer Klage auf zukünftige Vergütung. mehr...

09.11.2007

Arbeitsrechtlicher Status von „Ein-Euro-Jobbern“

Das Bundesarbeitsgericht hat mit zwei jüngeren Urteilen seine bisherige Rechtsprechung zum arbeitsrechtlichen Status von „Ein-Euro-Jobbern“ bestätigt. „Ein-Euro-Jobber“ sind demnach keine Arbeitnehmer. Es können aber im Einzelfall Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates ausgelöst werden. mehr...

09.11.2007

Kündigung eines schwerbehinderten Menschen

Beabsichtigt der Arbeitgeber, das mit einem schwerbehinderten Arbeitnehmer bestehende Arbeitsverhältnis zu kündigen, bedarf er hierzu der vorherigen Zustimmung durch das Integrationsamt. DieKündigung hat sodann innerhalb eines Monats nach Zustimmung durch das Integrationsamt zu erfolgen (§ 88 Abs. 3 SGB IX). Bei unverändertem Kündigungsgrund kann die Kündigung auch mehrfach innerhalb dieses Monatszeitraums erklärt werden. Dies hat das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 08.11.2007 klar gestellt. mehr...

26.10.2007

Aufhebungsvertrag ohne Sperrzeit möglich

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat die Verwaltungspraxis zur Sperrzeit mit einer neuen Durchführungsanweisung aktualisiert und vollständig überarbeitet. mehr...

12.10.2007

Anspruch des Betriebsrates auf Internetzugang?

Im Zuge fortschreitender Technisierung von Arbeitsabläufen fordern Betriebsräte zunehmend ihre Arbeitgeber dazu auf, dem Betriebsrat Computer, Software und auch einen Internetzugang zur Verfügung zu stellen. Die Berechtigung solcher Ansprüche ist im Einzelfall zu prüfen. Ein automatischer Anspruch des Betriebsrates auf solche technischen Hilfsmittel besteht nicht. mehr...

12.10.2007

Befristung im Anschluss an eine Ausbildung

Die Vorschrift des § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 TzBfG ermöglicht lediglich den einmaligen Abschluss eines befristeten Arbeitsvertrages nach dem Ende der Ausbildung. Weitere befristete Arbeitsverträge können nicht auf den in § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 TzBfG normierten Sachgrund gestützt werden. mehr...

28.09.2007

Annahmeverzugslohn: Kürzung bei Ablehnung zumutbarer anderer Arbeit

Eine Kürzung kann dann wegen böswilligen Unterlassens der Erzielung von Zwischenverdienst zulässig sein, wenn der Arbeitnehmer eine zwar dem Arbeitsvertrag nicht entsprechende, aber zumutbare Tätigkeit gegenüber seinem Arbeitgeber böswillig ablehnt, wenn dem Arbeitgeber eine vertragsgemäße Beschäftigung des Arbeitnehmers unmöglich ist. mehr...

28.09.2007

Zulässigkeit von betriebsbedingten Kündigungen: Wegfall des Arbeitsplatzes bei Einsatz von Leiharbeitnehmern auf freiwerdenden Arbeitsplätzen?

Bei der Prüfung einer anderweitigen Beschäftigungsmöglichkeit sind auch die Arbeitsplätze einzubeziehen, auf denen der Arbeitgeber im Zeitpunkt des Auslaufens der Kündigungsfrist Leiharbeitnehmer einsetzt, die seinem Weisungsrecht unterliegen. Ein in diesem Kontext zulässiger Einsatz von Leiharbeitnehmern kommt nur in absoluten Ausnahmenfällen Betracht. mehr...

18.09.2007

Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats beim Testkauf

Dr. Jörg Laber und Dr. Markus J. Goetzmann widmen sich in einem Beitrag im ArbRB 2007, 143 den Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats beim Testkauf. mehr...

17.09.2007

Aufbewahrung von Gesundheitsdaten in Personalakten

Arbeitnehmer haben Anspruch auf Beseitigung der ungeschützten Aufbewahrung von Gesundheitsdaten. mehr...

03.08.2007

Abschluss von Geschäftsführer-Dienstvertrag beendet Arbeitsverhältnis

Das BAG hat mit Urteil vom 19.07.2007 - 6 AZR 774/06 - seine bisherige Rechtsprechung bestätigt, wonach im Zweifelsfall zu vermuten ist, dass die Parteien mit der Ernennung eines Arbeitnehmers zum Geschäftsführer und dem Abschluss eines Geschäftsführer-Dienstvertrages das Arbeitsverhältnis mit dem Beginn des Geschäftsführer-Dienstverhältnisses einvernehmlich wollen. mehr...

03.08.2007

Einigungsstelle bei Streit um Beschwerdestelle nach § 13 AGG?

Nach einem Beschluss des LAG Saarbrücken vom 06.06.2007 - 2 TaBV 2/07 - hat der Betriebsrat bei Auseinandersetzungen hinsichtlich der Beschwerdestelle nach § 13 AGG das Recht, die Einrichtung einer Einigungsstelle zu verlangen. mehr...

20.07.2007

Betriebliches Eingliederungsmanagement nach § 84 Abs. 2 SGB XI - Wirksamkeitsvoraussetzung für eine personenbedingte Kündigung?

Das BAG hat am 12.07.2007 entschieden, dass das in § 84 Abs. 2 Satz 1 SGB IX geregelte betriebliche Eingliederungsmanagement keine Wirksamkeitsvoraussetzung für eine personenbedingte Kündigung aus krankheitsbedingten Gründen darstellt, sondern lediglich im Rahmen der Prüfung der Verhältnismäßigkeit der Kündigung zu berücksichtigen ist. mehr...

06.07.2007

Betriebsübergang: Im alten Betrieb erworbener Kündigungsschutz geht nicht immer auf neuen Arbeitgeber über

Steht bei einem Betriebs(teil)übergang auf der Erwerberseite ein Kleinbetrieb, so genießen die übernommenen Arbeitnehmer dort keinen Bestandsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz, auch wenn sie zuvor beim Veräußerer Bestandsschutz hatten (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 15.02.2007). mehr...

06.07.2007

Streik um tariflichen Sozialplan

Mit Urteil vom 24.04.2007 hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, dass Gewerkschaften auch zu Streiks für einen Tarifvertrag aufrufen dürfen, in dem wirtschaftliche Nachteile aus einer Betriebsänderung ausgeglichen oder gemildert werden sollen („Tarifsozialplan“). Dies soll auch dann möglich sein, wenn der Arbeitgeber zuvor schon mit dem Betriebsrat einen Sozialplan über diese Betriebsänderung verhandelt oder bereits abgeschlossen hat. mehr...

22.06.2007

Befristung eines Arbeitsvertrags - Schriftformerfordernis

Das Bundesarbeitsgericht hatte sich in einer Entscheidung vom 13.06.2007 erneut mit dem Schriftformgebot des § 14 Abs. 4 TzBfG zu befassen. Der Senat führte die bisherige Rechtsprechung fort und nahm eine Konkretisierung vor. mehr...

22.06.2007

BMF-Schreiben: Ermittlung des geldwerten Vorteils bei Arbeitgeberdarlehen

Mit Schreiben vom 13.6.2007 - IV C 5 - S 2334/07/0009 nimmt das BMF unter Bezugnahme auf das Urteil des BFH vom 4.5.2006 - VI R 28/05 (BStBl. II S. 781, BB 2006, 2175) Stellung zur Ermittlung des geldwerten Vorteils bei Arbeitgeberdarlehen. mehr...

22.06.2007

Kündigung wegen Surfens im Internet

Surfen im Internet während der Arbeitszeit kann auch ohne Abmahnung eine Kündigung rechtfertigen mehr...

25.05.2007

Aufwendungsersatzanspruch des Arbeitnehmers bei Beschädigung seines Privat-PKW

Der Arbeitgeber ist zum Ersatz der am Fahrzeug des Arbeitnehmers entstandenen Unfallschäden verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer im Rahmen seiner Diensttätigkeit sein privates Fahrzeug auf Anweisung des Arbeitgebers genutzt hat. Dies gilt grundsätzlich auch, wenn das Fahrzeug des Arbeitnehmers nicht verkehrstauglich war. mehr...

25.05.2007

Keine Sperrzeit bei Eigenkündigung des Arbeitnehmers wegen unerwünschten Passivrauchens

Die Bundesagentur darf keine Sperrzeit bei Bezug von Arbeitslosengeld für solche Arbeitnehmer verhängen, die eine Eigenkündigung ihres Arbeitsverhältnisses ausgesprochen haben, weil sie an ihrem Arbeitsplatz zum Passivrauchen gezwungen werden und der Arbeitgeber keine Abhilfe geschafft hat. Eine solche Eigenkündigung dient dem Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens und ist daher durch einen wichtigen Grund i. S. d. § 144 Abs. 1 SGB III gerechtfertigt (Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom 11.10.2006, Az. L 6 AL 24/05). mehr...

25.05.2007

Schriftform der Befristung - neue Verwirrung

Gemäß § 14 Abs. 4 TzBfG bedarf ein befristeter Arbeitsvertrag zu seiner Wirksamkeit der Schriftform. Das Bundesarbeitsgericht legt § 14 Abs. 4 TzBfG dahin gehend aus, dass die schriftliche Vereinbarung vor dem Arbeitsantritt geschlossen sein muss. Wird eine schriftliche Abrede erst nach Arbeitsantritt abgeschlossen, so soll nach Auffassung des BAG nur noch ein unbefristeter Arbeitsvertrag zwischen den Parteien zu Stande kommen, § 16 TzBfG. In einem neuen Urteil geht das LAG Baden-Württemberg nunmehr davon aus, dass dies nicht in jedem Fall gelten soll. mehr...

15.05.2007

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz europarechtswidrig

Nach Auffassung des ArbG Osnabrück stellt die Bildung von Altersgruppen bei betriebsbedingten Kündigungen entgegen dem Wortlaut des AGG eine Altersdiskriminierung dar. mehr...

11.05.2007

Abgrenzung zwischen Gleichstellungsabrede und genereller Bezugnahme auf den jeweils geltenden Tarifvertrag

Ob eine Verweisung auf einen Tarifvertrag „in der jeweils geltenden Fassung“ lediglich die Gleichstellung von organisierten und nicht organisierten Arbeitnehmern beinhaltet oder aber einen generellen Verweis auf den Tarifvertrag mit dynamischer Wirkung, der den Arbeitgeber also auch noch nach einem Verbandsaustritt bindet, ist durch Auslegung zu ermitteln. Das BAG hat in diesem Zusammenhang neue Kriterien für die Abgrenzung aufgestellt. mehr...

11.05.2007

Rückwirkende Begründung eines Altersteilzeitarbeitsvertrages?

Das Altersteilzeitgesetz selbst gewährt dem Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Gewährung von Altersteilzeit. Ein derartiger Anspruch kann sich jedoch aus einem Tarifvertrag ergeben. Bei rechtzeitiger Beantragung der Altersteilzeit kann der Arbeitgeber auch zur rückwirkenden Zustimmung verurteilt werden. mehr...

08.05.2007

Keine Änderung des organschaftlichen Anstellungsverhältnisses des Geschäftsführers durch Umwandlung einer GmbH in eine GmbH & Co. KG

Mit Beschluss vom 08.01.2007 (Az.: II ZR 267/05) hat der BGH nach übereinstimmenden Grundsätzen der Rechtsprechung des II. Zivilsenates und des Bundesarbeitsgerichts entschieden, dass das organschaftliche Anstellungsverhältnis des Geschäftsführers einer GmbH durch deren Umwandlung in eine GmbH & Co. KG und seine Bestellung zum Geschäftsführer der Komplementär-GmbH nicht in ein dem Kündigungsschutzgesetz unterliegendes Arbeitsverhältnis mutiere. Über die Kündigung eines Geschäftsführers der Komplementär-GmbH einer KG hätten nicht deren Gesellschafter, sondern habe die Gesellschafterversammlung der Komplementär-GmbH entsprechend § 46 Nr. 5 GmbHG zu entscheiden. mehr...

13.04.2007

Die Einrichtung der Beschwerdestelle im Sinne des AGG

Das Arbeitsgericht Hamburg hat mit Beschluss vom 20. Februar 2007, Az. 9 BV 3/07, entschieden, dass dem Betriebsrat grundsätzlich kein Mitbestimmungsrecht im Zusammenhang mit der Einrichtung der Beschwerdestelle im Sinne des AGG zusteht. mehr...

29.03.2007

Besteuerung bei Privatnutzung eines Dienstwagens

Bei Privatnutzung eines Dienstwagens scheidet eine Besteuerung des geldwerten Vorteils einer Privatnutzung gem. § 8 EStG nicht bereits deswegen aus, weil im Dienstwagenvertrag eine Privatnutzung des Arbeitnehmers ausgeschlossen ist. mehr...

29.03.2007

Sonderkündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen

Arbeitnehmer, die einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt sind, genießen nur dann Sonderkündigungsschutz, wenn der Gleichstellungsantrag mindestens drei Wochen vor Zugang der Kündigung gestellt wurde. mehr...

16.03.2007

Kostenerstattung für die Bearbeitung von Lohnpfändungen ist nur im Arbeitsvertrag regelbar

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die ihm durch die Bearbeitung von Lohnpfändungen entstehenden Kosten selbst tragen. Es existiert weder eine gesetzliche Grundlage für einen Erstattungsanspruch noch kann ein solcher wirksam in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden. mehr...

16.03.2007

Noch einmal: Verlängerung einer sachgrundlosen Befristung

Wenn in einem schriftlichen Verlängerungsvertrag „aus Versehen“ eine höhere Vergütung vom Arbeitgeber eingesetzt wird, folgt hieraus kein Neuabschluss eines Arbeitsvertrages mit der Folge, dass ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entstehen würde. Vielmehr handelt sich dann um eine Verlängerung eines sachgrundlos befristeten Vertrages. mehr...

01.03.2007

Freistellung unter Urlaubsanrechung

Teilt ein Arbeitgeber dem Arbeitnehmer im Kündigungsschreiben mit, dass er bis zur Beendigung „unter Anrechnung noch offener Urlaubsansprüche von der Arbeitsleistung freigestellt“ sei, liegt darin eine unwiderrufliche Urlaubserteilung. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitgeber nicht ausdrücklich auf die Unwiderruflichkeit hinweist und Beginn und Ende des Urlaubs nicht konkret festlegt. Hat der Arbeitnehmer dem nicht widersprochen, kann er nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses keine Abgeltung für nicht genommene Urlaubstage verlangen, da der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch mit der Arbeitsbefreiung wirksam erfüllt hat. mehr...

01.03.2007

Zusatzurlaub für schwerbehinderte Menschen

Nach § 125 SGB IX (in Kraft seit 01.07.2001) haben schwerbehinderte Menschen, d.h. alle Personen mit einem Grad der Behinderung von wenigstens 50, die in der 5-Tage-Woche arbeiten, nach wie vor grundsätzlich einen Anspruch auf einen bezahlten zusätzlichen Urlaub von fünf Arbeitstagen im Urlaubsjahr. mehr...

02.02.2007

Betriebsbedingte Kündigung - Sozialauswahl

Zu der Frage, welche Auswirkungen es auf die Sozialauswahl hat, wenn im Arbeitsvertrag keine bestimmte Tätigkeit, sondern lediglich eine allgemeine Beschreibung (z. B. Angestellter, Arbeiter) in den Vertrag aufgenommen ist. mehr...

16.01.2007

„Turboprämien“ sind außerhalb von Sozialplänen in kollektiven Regelungen grundsätzlich zulässig

Mit den sog. „Turboprämien“ wird den Arbeitnehmern für den Verlust des Arbeitsplatzes eine Abfindung unter der Bedingung versprochen, dass sie auf die Erhebung einer Klage gegen die Kündigung verzichten („Erhebt der Mitarbeiter Kündigungsschutzklage, ist der Anspruch auf Abfindung ausgeschlossen.“). mehr...